Ulrike Rothamel

Projekte und Konzepte

Vogelflug

Bilder und Filme zu Vogelflug

Das Projekt "Vogelflug" habe ich im Januar 2018 begonnen und erstmals im September 2018 in der Galerie "Kunstpunkt" im Darmstädter Martinsviertel präsentiert.
Die erste Idee dazu kam mir, als ich bei einem Strandspaziergang Schwärme von Zugvögel sah, die sich trafen, zu einem Schwarm formierten und weiter nach Süden zogen.
Bei Beobachtung des Schwarms fiel auf, dass die Bewegungen der einzelnen Vögel willkürlich wirkten. Hatten die Vögel jedoch ihren Platz im Schwarm gefunden, bildete dieser Figuren, Zeichen und Muster, welche den Schwarm vorwärts brachten. Daraus entstand der Gedanke, dass Bewegung und die sich daraus ergebenden Muster und Strukturen Grundbestandteil jedes Lebens und damit auch des menschlichen Lebens sind. Seit Jahrtausenden bewegt sich der Mensch auf der Erde fort. Wirken die Bewegungen einzelner Menschen oft strukturlos, so ergeben sich, aus der Ferne betrachtet, als Gruppe oder über lange Zeiträume hinweg beobachet jedoch Völkerwanderungen, Handelsstraßen, Entdeckungs- und Forschungsreisen, Flug- und Schifffahrtsrouten, Kreuzzüge, Eroberungen, politische Umstürze, Pilgerpfade. Hauptantrieb für die Bewegungsströme der Menschen sind die Grundbedürfnisse Nahrung, Sicherheit und soziale Nähe.
Muster und Strukturen dieser Art sind überall vorhanden - mal mehr oder weniger deutlich zu erkennen.
Aus der richtigen Perspektive wird aus Chaos Struktur.

Vogelflug im Kunstpunkt

Ulrike Rothamel Vogelflug Raum

Wohin geht die Reise???

Kann man Erinnerungen erzeugen, ohne sie wirklich erlebt zu haben? Wie mache ich mir unbekanntes Terrain zu Eigen, ohne es mit den eigenen Sinnen wahrgenommen zu haben?

Wohin geht die Reise??? - Eine fiktive Reise an Orte, die ich nicht besucht habe.

Aber auch eine künstlerische Reise ins Ungewisse. Was entsteht aus dem Projekt, wie entwickelt sich die Idee weiter?

Ich reise fiktiv durch Regionen, die ich bislang nicht persönlich gesehen habe.
Ich lege eine Reiseroute fest und sammle Impressionen, Informationen zu Geschichte, Vegetation, und Wetter, Bilder und Texte zu diesen Regionen. Ich informiere mich über lokale Begebenheiten, Besonderheiten, besuche virtuell Läden, Museen und Galerien.

Aus diesen fragmentarischen Informationen und meinen eigenen Erfahrungen entstehen Reiseimpressionen – zunächst einmal skizzenhaft. Fotografien und Collagen verbinde ich mit digitalen Zeichnungen, Zeichnungen mit Farb- und Bleistift, Aquarellen und Acrylmalerei. Keine der Arbeiten stellt einen realen Ort dar.
Was sich daraus ergibt ? Eine Reise ins Ungewisse.

Aktueller Projektstand:

1. Station: Australien

Port Augusta (South Australia) auf dem Stuart Highway über Glendambo, Coober Pedy, Marla nach Alice Springs (North Australia)

Ulrike Rothamel - Wohin geht die Reise???
unknown ground - Vom Fremden und Eigenen

"Die Unterscheidung von Gewohntem und Fremdem ist eine Grunderfahrung des Menschen, er durchlebt -während der Entfaltung seines Ich- verschiedene Grade von Fremdheit bzw. Zugehörigkeit. Dabei gibt es zwei Arten auf das Fremde zu reagieren: Sich mit Neugier dem Andersartigem zuwenden oder es mit Ablehnung, gar Aggression abzuwehren. Künstler sind von ihrer Natur her mit einer großen Portion Neugier und Experimentierlust ausgestattet. Die Arbeiten der Ausstellung „unkown ground “ bewegen sich im Spannungsfeld zwischen dem Fremden und dem Vertrauten."

Konzeption und Organisation einer Ausstellung im Designhaus Darmstadt mit 41 Künstlern aus dem süddeutschen Raum und dem Ausland von Doris Riedelsheimer, Gabriele Nold und Ulrike Rothamel.  
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Katalog zur Ausstellung

unknown ground - Vom Fremden und Eigenen

Répondez s'il vous plaît - um Antwort wird gebeten

Ein Kunstprojekt von Ulrike Rothamel - Work in progress
Bitte schicken Sie mir ihre Ideen und Bilder zu!

Im Jahr 2015 habe ich mit dem Projekt „Répondez s‘il vous plaît - um Antwort wird gebeten“ begonnen.
Grundidee dieses Projektes ist der Gedanke, aus den Geschichten, Bildern und Ideen anderer Menschen neue Bilder zu entwickeln. Hierzu habe ich andere Menschen gebeten, mir Fotos, Fotokopien, Skizzen oder kurze Texte zu schicken, die für sie von Bedeutung sind. Die Resonanz war sehr beeindruckend. Erhalten habe ich eine große Vielfalt an Ideen, Fotos und Texten.
Die Arbeiten umgesetzt habe ich auf 15 x 15cm großen Tafeln. Ich habe gezeichnet - digital und mit Farbstiften - , mit Acrylfarbe gemalt, aquarelliert, collagiert und gedruckt.
Entstanden ist bislang eine über 80-teilige Arbeit, die ich erstmalig bei der Ausstellung "Darmstadt lebt. Kunst. Positionen 2015 präsentiert habe. 
Bitte nehmt teil: Konzept Rsvp
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Ulrike Rothamel - RSVP

Kunst - ein Geschenk für Darmstadt

Kunst ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens und ein Geschenk für die Menschen. Da sie jedoch nicht zu den grundlegenden lebenserhaltenden Bedürfnissen zählt, wird sie oftmals als unwichtig erachtet und verkommt zur bloßen Dekoration. Daraus wurde die Idee der Künstlergruppe geboren, die Menschen zum Nachdenken anzuregen.
Ein 1,6 Tonnen schwerer Stein wurde jeweils für einige Tage an sechs wichtigen Positionen der Darmstädter Innenstadt platziert. Der Schwarzwälder Granitblock war teilweise behauen, teilweise angeschliffen, seine Eigenschaften ausgelotet, nun harrte er seiner künstlerischen Verwendung. Ein besseres Symbol für künstlerische Prozesse konnte es nicht geben.
Ein eher unauffälliges Geschenkband mit einfach gebundener Schleife zierte den Stein - liebevoll als Geschenk verpackt. Der Stein - unmittelbar im Stadtraum auftauchend, sorgte für großes Interesse bei den Passanten. Neugierig wurde gelesen, was auf der Schleife steht, die Rillen und Frakturen des Steines wurden abgetastet, die polierten Seiten behutsam nachgespürt.
Die Standorte des Steines wurden so gewählt, dass zu unterschiedlichsten Uhrzeiten Menschen in Kontakt mit dem Stein treten konnten. Hauptevent der Aktion war der Weg des Steines von seinem vorletzten Standort in der Fußgängezone zum Neuen Rathaus. Der 1,6 Tonnen schwere Block wurde vom Projektteam und etwa 25 weiteren Künstlern getreu dem Motto: „Kunst hat Gewicht“ mit Muskelkraft auf kleinen Hölzern zum Rathaus gezogen und geschoben...     
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Kunst - ein Geschenk für Darmstadt

Vom Unsichtbaren

Können Blinde und Sehbehinderte gemeinsam mit bildenden Künstlern ein qualitativ hochwertiges Kunstprojekt schaffen? Können sehende Menschen verstehen, was blinde und sehbehinderte Menschen wahrnehmen? Dies waren die Grundfragen unseres Projektes "Vom Unsichtbaren", welches in den Jahren 2011 - 13 von Traudi Schulte, Anna Courtpozanis und Ulrike Rothamel konzipiert und organisiert wurde.
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Vom Unsichtbaren